Formate für Papier und Büromaterial

Die Papierformat-Normung ist sicher eines der längsten und interessantesten Projekte der Normengeschichte. Die Historie reicht bis weit in das Mittelalter zurück. Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wagte man endlich den normativen Schritt und veröffentlichte eine für alle akzeptable einheitliche Norm, die DIN 5 «Zeichnungsformate». 1922 folgte dann die DIN 476 «Papierformate». Diese stellt im Prinzip noch heute den Grundstein unserer Papier-Formatordnung dar, welche auf drei Reihen beruht. Die A-Reihe (A1, A4, A5) regelt die Papierformate und die B- und C-Reihen legen die Größen von Briefhüllen fest.

Um anwendergerechte Erzeugnisse auf den Markt zu bringen, halten sich die Hersteller an Normen. Normen, die aufeinander abgestimmt sind und den Büroalltag erleichtern sollen. Nahezu alle Komponenten, die auf irgendeine Art und Weise mit dem Papier in Berührung kommen, sind aufeinander abgestimmt. So lässt sich das Papier eines Druckers bzw. eines Fax- oder Kopiergerätes exakt einlegen. Selbst bei der späteren Ablage des bedruckten Papiers in einen Aktenordner oder in eine Hängeregistratur gibt es keine Probleme der Art «zu groß» oder «zu klein». Auch die Abmessungen der Büromöbel sind so ausgelegt, dass sich der Aktenordner genau in das Regal verstauen lässt.

Es ist also ein Formatsystem geschaffen worden, das in vielen Ländern besteht oder angestrebt wird. Auch sind die Büromaschinen und Gegenstände der Büroausstattung, mit oder ohne ausdrückliche Regelung durch Normen, auf die Formate A4 und A3 abgestimmt.

Im Laufe der Zeit sind zahlreiche Normen erschienen, die sich mit dem Thema Papierformate befassen. Eine Übersicht finden Sie hier.

2005,

(DIN) A4 lebt! - Wie aus dem Papierformat DIN A4 das internationale Format A4 wurde - Die Geschichte einer der ältesten und bekanntesten Deutschen Normen

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